2016

Val Sinestra

Gelangweilt von den immergleichen Riffs, den ständigen Möchtegern-Rockstars und den wiederkehrenden Bühnenposen, taten sich 2010 vier Berliner zusammen, um Benimmregeln und Szenejüngern auf ihre eigene Art in den „Arsch“ zu treten. Und sie aufzuwecken aus dem momentan häufig allzu abwechslungsfreien Istzustand. Jeder, der das Gefühl kennt, einfach explodieren zu wollen, ist hier richtig. Denn ungeachtet dessen, wer da skeptisch den Kopf schüttelt oder abwehrend den Zeigefinger hebt, wird ausgelebt und rausgeschrien, was wohl beinahe in jedem von uns brodelt. Undramatisch und schörkkellos werden in Wort und Musik zu dieser Zeit bewegende Themen laut und rasant umgesetzt und von der Bühne aus direkt in Kopf und Füße der Zuhörere transportiert.

Mandragora Thuringia

Gelangweilt von den immergleichen Riffs, den ständigen Möchtegern-Rockstars und den wiederkehrenden Bühnenposen, taten sich 2010 vier Berliner zusammen, um Benimmregeln und Szenejüngern auf ihre eigene Art in den „Arsch“ zu treten. Und sie aufzuwecken aus dem momentan häufig allzu abwechslungsfreien Istzustand. Jeder, der das Gefühl kennt, einfach explodieren zu wollen, ist hier richtig. Denn ungeachtet dessen, wer da skeptisch den Kopf schüttelt oder abwehrend den Zeigefinger hebt, wird ausgelebt und rausgeschrien, was wohl beinahe in jedem von uns brodelt. Undramatisch und schörkkellos werden in Wort und Musik zu dieser Zeit bewegende Themen laut und rasant umgesetzt und von der Bühne aus direkt in Kopf und Füße der Zuhörere transportiert.

Insufficient Permission

Hardcore? Hardcore!

Motschekibschen

Motschekibschen in ihrem natürlichem Lebensraum suchen zu jeder Jahreszeit den Klang von lauten Gitarrenriffs, dröhnenden Bässen und schnellen Drumsoli. Jedoch suchen sie nicht nur den Krach, viel lieber sorgen sie selbst dafür. Der Laie verwechselt ein Motschekibschen gerne mit einem Marienkäfer, der an manchen Orten auch als Mutschekiebchen bekannt ist. Dabei gibt es einen wesentlichen Unterschied zu den kleinen, roten, glücksbringenden Sechsbeinern. Denn Motschekibschen ernähren sich nicht von Blattläusen, sondern lieben ihr süffig, würzig gebrautes Getränk mit dem weißen Stern.

Grundhass

Grundhass, ein Typ, aufgewachsen im Sauerland, die Dorfpunkattitüde mit in die große Stadt nach Berlin genommen und mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs. Akustikgitarre, lustige bis absurde Texte und Gelaber zwischen den Songs, bei denen manche Menschen lachen. Oder weinen. Manchmal auch beides gleichzeitig. Vom Provinzpunk bis zum Großstadtyuppie kriegt jeder sein Fett weg, inklusive des Musikers (wenn man das denn so nennen mag) selbst. Positive Kritiken von so namhaften Magazinen wie Bierschinken, Ox oder auch der Intro zeigen, dass es mit der deutschen Presselandschaft gehörig den Bach hinunter geht. Eine hoffentlich unterhaltsame Zeit mit einem Typen, der selber manchmal nicht weiß, was er da so veranstaltet, aber das ist anscheinend das, was die Leute mögen.

Der Wahnsinn

₩ Der Wahnsinn ist ein kapitalistisch-materialistisches Punkrock-Duo aus der Handelshansehauptstadt Hamburg. Werther Wahnsinn mit Bass und Gesang und Steven am Schlagzeug klingen zu zweit wie fünf. Magie? Effizientes Outsourcing ohne maschinelle Hilfsmittel! ₩

Montreal

Hamburg. Rote Flora. Noch ne Molle? Während andere Halbstarke von der Elbe sich ihre Straßenpunkattitüde direkt in den Nietengürtel ritzen konnten, irrten die drei Jungs von Montreal noch im vorstädtischen Bermudadreieck zwischen Sportverein, Mofa-Gang und Schultheater umher. Zum Glück entdeckten die Nordlichter schnell die Musik als einzig akzeptable Freizeitbeschäftigung und ihr Ticket raus aus dem Elend zwischen Wodka-Sprite, Kunstlederjacken und Autoscooter-Pop. Im Jahr 2003 machten Yonas, Hirsch und Max Power schließlich die Band „Montreal“ auf ("Band aufmachen": Unwort der Jahre 1994-1998), zwei Jahre später erschien bereits ihr erstes Album „Alles auf schwarz“. Seitdem folgten knapp 600 Konzerte in über 15 Ländern, unter anderem mit der Bloodhound Gang, Slime, Royal Republic und Ignite. Bis heute halten sich die Gerüchte, dass irgendwann gar ein Videoclip der Band in der Rotation von VIVA und MTV landete. Beeindruckt von dieser musikalischen wie filmischen Höchstleistung senden die beschämten Sender seither nur noch billig produzierte Reality Soaps. Noch so ein Gerücht. Ihr bisher größtes Lob bekam Montreal einst von den Rocktitanen der Münchener Freiheit, die sagten: „Unsere Begeisterung hält sich sehr in Grenzen - nur unser Schlagzeuger Renny findet's gut." Und jeder weiß: Wer die Münchener Freiheit gegen sich hat, ist auf der richtigen Seite. Und Renny räumt den Magen auf. (Dieser Satz war leider keine Werbung) Im Jahr 2011 gründeten „Montreal“ dann schließlich ihr eigenes Label „Amigo Records“, auf dem sie nicht nur ihre eigenen Platten rausbringen, sondern Kollegen wie „Das Pack“ und „Anadrinksdogpiss“ unterstützen. Neuestes Machwerk von „MONTREAL“ ist ihr aktuelles fünftes Album „SONIC BALLROOM“, mit dem sie mal wieder nicht die Schickimickiclubs dieser Welt live beglücken werden, sondern ausschließlich die guten Läden um die Ecke. Auf die Frage, ob Album Nummer fünf das persönlichste der Bandgeschichte ist und der Schreibprozess diesmal besonders intensiv und erleuchtend war, ob man vielleicht gar von einer Weiterentwicklung und/oder Neuerfindung von MONTREAL sprechen kann, orakelt Schlagzeuger und Medienprofi Max Power sich ein nebulöses „möglich“ aus dem Bart. Gut gebrüllt!

Skavida

Dass Ska und Reggae Menschen zum Tanzen bringen und gute Laune verbreiten kann, fanden die Wahl-Jenaer Musiker nach ihrer Zusammenkunft und der ersten Jam-Session Anfang 2013 schnell heraus, somit waren Musikrichtung und Wirkungsziel gefunden. Mit im Gepäck hat die sechsköpfige Band neben schnellen Off-Beats, fetten Bläsersätzen und den zum Tanzen auffordernden Songs Instrumente wie Posaune, Saxophon, Gitarre, Bass, Drums und Keyboard, und wird in vorderster Front von einer souligen Frauenstimme geleitet. Skavida konnte sich schnell in die lokale Musikszene integrieren und einen Namen machen und hinterlässt bei Auftritten stets ein begeistertes Publikum. Das enorme Potenzial des jungen Orkesters verschaffte ihnen 2014 den Auftritt als Support der dänischen Ska-Band "Babylove & the Van Dangos", es folgten zahlreiche weitere Auftritte sowie Festival-Gigs. Die erste und in Eigenproduktion entstandene EP "Sunny Day" ist komplett ausverkauft und nur ein Vorgeschmack auf das kommende erste Studio-Album der Band, dessen Fertigstellung für 2017 auf dem Plan steht. Viva la vida - es lebe das Leben - ist eine Botschaft, welche die Musiker nicht nur in ihrem Bandnamen Skavida aufgreifen, sondern vor allem in ihren Songs ans Publikum weitergeben, ebenso wie die Freude auf das nächste Live-Konzert, bei dem sechs verschwitzte Offbeat-Musiker wie immer Vollgas geben... Viva Skavida