2015

Val Sinestra

Gelangweilt von den immergleichen Riffs, den ständigen Möchtegern-Rockstars und den wiederkehrenden Bühnenposen, taten sich 2010 vier Berliner zusammen, um Benimmregeln und Szenejüngern auf ihre eigene Art in den „Arsch“ zu treten. Und sie aufzuwecken aus dem momentan häufig allzu abwechslungsfreien Istzustand. Jeder, der das Gefühl kennt, einfach explodieren zu wollen, ist hier richtig. Denn ungeachtet dessen, wer da skeptisch den Kopf schüttelt oder abwehrend den Zeigefinger hebt, wird ausgelebt und rausgeschrien, was wohl beinahe in jedem von uns brodelt. Undramatisch und schörkkellos werden in Wort und Musik zu dieser Zeit bewegende Themen laut und rasant umgesetzt und von der Bühne aus direkt in Kopf und Füße der Zuhörere transportiert.

The Panjabys

Junge Musiker und der alte Rock’n’Roll. The Panjabys schlagen genau dort eine Brücke und versetzen das Publikum in die 50er und 60er Jahre. Sie wirken auf der Bühne wie eine Mischung aus einer jungen britischen Clubband und einer alt eingesessenen Rock’n’roll-Band. Unverkennbar ist ihre Vorliebe für die Musik der Stones, Beatles und Kinks. Mit diesen Interpreten und eigenen Songs im Gepäck wollen sie die guten alten Zeiten wieder aufleben lassen. That’s rock’n’roll & so!

Deäd City Rebel Clüb

Vier Jenaer Jungs trafen sich Mitte des Jahres 2012 nach vielen gemeinsamen Jahren feiern und Platten hören erstmals in den musikalischen Hallen des KuBuS. Zu dieser Zeit bestand die Combo aus Hansel, Leadgitarrist, Junker, Gitarre und Gesang, Dave am Bass und Pille an den Drums. Schnell einigte sich die Band auf den Namen "DEÄD CITY REBEL CLÜB" - kurz DCRC. Ende des Jahres 2012 stieß Benny zur Band. Er bereichert sie seither mit seinen Fertigkeiten an der Gitarre und entlastete Junker, der sich nun vollständig dem Gesang widmet. Die Fünf verbrachten etliche Stunden im Proberaum und steckten ihre kreativen Köpfe zusammen. Nach den ersten eigenen Songs stand fest, DCRC braucht eine Bühne. Drei mal standen DCRC im KuBuS vor Publikum und brachten die Menge zum toben, bis sie beschlossen, sich beim Jenaer Nachwuchsbandwettbewerb 2014 zu bewerben. Am 11.Okt.2014 stand der Sieger fest, DEÄD CITY REBEL CLÜB.

Jimmy Glitschy

Ein grimmiger bärtiger Typ, ne Lady an den Drums, ordinäre staubtrockene Fuzz Gitarren, ein manischer Frontdancer (!) und ein Musikstil der sich “Disko Stoner” nennt? Alles klar soweit? Gegründet wurde dieser auf den ersten Blick unvereinbare Genremix in einer langen Nacht im Jahre 2011 im schwedischen Upsala, in der es zu einer schicksalhaften Begegnung zwischen Gitarrist “Gelenk Steffen” und “Jimmy” kam. Jimmy beschrieb diesen Vorfall später wie folgt: „Es war schon fast Morgengrauen, als ich in so ner Spelunke nen Typ an der Bar traf. Es stellte sich heraus, dass der Typ nicht nur auf die gleiche Mucke stand wie ich, sondern auch noch aus der gleichen Stadt kam. Wir haben dann direkt nach ein paar Bier an Ort und Stelle vereinbart ne Stoner/Rock’n’Roll Band zu gründen. Nach noch ein paar Bieren sind wir dann irgendwie durchgedreht und haben im Wahn beschlossen noch ein total unkompatibles Element zum Bandsound hinzuzufügen. Da Gelenk Steffen auf solche komischen 70er Jahre Snythies abfährt, haben wir einfach beschlossen das zu nehmen und das Ganze gleich per Handschlag besiegelt.“

Zaphod Prefect

"Ich fand's toll, dass das Publikum da war. Das ist ja nichts Normales, wir haben ja auch schon in Clubs vor 5 Leuten gespielt. Und dass die das dann auch noch so gefeiert haben, das ist dann natürlich die Schaumkrone auf dem Cappuccino." Drei Männer, drei Instrumente und drei Mal Leidenschaft für Musik. Seit gerade mal einem Jahr gibt es die Erfurter Band Zaphod Prefect. Dennoch haben Christopher (Gesang/Gitarre), Bastian (Bass) und Oliver (Schlagzeug) schon 23 Auftritte über die Bühne gebracht, den Thüringen Grammy gewonnen und ihr erstes Album am Start. Alles gute Gründe, um sich mit den drei sympathischen Jungs näher zu beschäftigen und mal reinzuhören.

Kratzreiz

Kratzreiz: Ein Synonym für Großartigkeit; Nachdem Essstörungen und das Betrinken mit Weinbrandbohnen der Vergangenheit angehören, der Bartwuchs eingesetzt hat, Schlammcatchen und Synchronschwimmen ausschließlich im Proberaum stattfinden, haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, dissoziative Identitätsstörungen und Schizophrenie durch den genialsten Punkrock seit Johnny Ramone salonfähig zu machen.

Die Heydays

Die Stuttgarter Jungs stehen für deutschsprachigen Indie. Das ist dann mal poppig, mal rockig und manchmal auch trashig. Eins ist es jedoch immer: ehrliche, handgemachte Musik. Mit Ihrem neuen Album verarbeiten die Heydays die letzten zwei turbulenten Jahre und zelebrieren auf charmante Art und Weise ihr Manifest an sich selbst. Der Gestus ist dabei immer von Reflexion und Selbstzynismus geprägt und setzt auch das fort, was die Heydays seit 2007 ausmacht. Ein Augenzwinkern ist garantiert.

Hercules Propaganda

"HERCULES PROPAGANDA vereinen stampfende Drums, tosende Gitarren und einen kraftstrotzenden Bass zu einem Klangkoloss, der unüberhörbar durch die großen Helden der 70er geprägt ist. Da kopulieren dreckiger Rock´n´Roll und diabolische Psychedelic, treffen doomige Ausflüge auf bluesige Fausthiebe, laden ungestümer Hardrock und eine kräftige Dosis Glam zur Flucht in eine pulsierende Welt aus schweißtreibenden Ohrwürmern und qualmenden Lackstiefeln. Diese Einflüsse bestimmen das Wesen von HERCULES PROPAGANDA. So präsentieren sich die selbsternannten Gigantenrocker eigensinnig, kauzig und nicht immer leicht zu verdauen. Denn HERCULES PROPAGANDA sind Visionäre: Ihre Vision ist eine Orgie nackter, betrunkener und glücklicher Menschen, die einzig und allein dem Gott des Rock´n´Roll huldigen!" Simon Merril (Autor von SEXPLOSION)

Paolo Macho

Planschbecken, Rock 'n' Roll mit Unterhemd & Ska potenziert und gemeinsam mit Diskobeat und Paolonaise, binderverstärkte Popmusik erweitert um die Konfettikanone, Country-Romantik und Handtuchwirbel stehen mit uns auf der Bühne und feiern: We've got no time for Halligalli… Manchmal ein bisschen zu wenig Punkrock by Attitude aber dafür immer Riesen-Shaquedelique by Heart! Mittelgroße, aber echte Gefühle zum Finger und Tanzbein in die Luft heben. Wir haben mit Sicherheit unseren Spaß und ihr seid alle eingeladen! Kurz: Volksmusik für Leute, die keine Volksmusik mögen oder für das echte Zeug noch zu jung sind. Gegründet in seiner ersten Formation 2003 kristallisierte Paolo Macho sich 2005 aus seinen Vorgängerprojekten “Captain Africa and the Shaquedelique Five” und “Bifi and the Boldblockblawyers” heraus. Besetzungsänderungen durch zeitweilige Abwesenheit einiger Mitglieder haben dafür gesorgt, daß aus ehemals drei Musikern bis 2007 sieben geworden waren. Jeder, der die Band verließ, kam wieder zurück und bereicherte sie um neue Einflüsse und Ideen. Nach zwei Jahren des permanenten Auftretens sowie dem unablässigen Sprudeln frischer Songs kam eine weitere Zäsur: 2009 verließ der Bassist die Band und machte einem neuen Mitglied Platz. Außerdem ging 2010 der Saxophonist ebenfalls, bisher ohne Ersatz. Doch die Originalbesetzung hat im Laufe des Jahres 2009 noch ihr Vermächtnis geschaffen: das Album "Kings of Shaquedelique", das im Januar offiziell im vollen(!) Kassablanca in Jena Premiere hatte, sowie eine beachtliche Anzahl an zufriedenen Konzertgängern. Die aktuelle Besetzung hat den Aktionsradius der Band stetig erweitert, so konnte im Februar 2010 das Auslandsdebüt gefeiert werden. Die Band ist sich ihrer Verantwortung bewußt und arbeitet permanent an neuen Songs und der Bühnenshow. Man darf weiterhin gespannt sein. Paolo Macho reimt sich auf voll Karacho.